Bienenzuchtverein Wilhermsdorf u. U.

 

 

 

Imker-Nachwuchs

Wer ist zum Imker geeignet?

o Im Grunde genommen: alle, ob Frauen oder Männer.
o Es sind nur sehr wenige gegen Stiche überempfindlich, denen man raten könnte, fern zu bleiben, obwohl auch hier die Gewöhnung eine große Rolle spielt.
o Voraussetzung sind eine innere und äußere Ruhe, Ausgeglichenheit und eine Portion Verbundenheit mit der Natur.
o Aus dem Erkennen natürlicher Zusammenhänge entwickelt sich häufig jener "sechste Sinn", welcher eben den guten Imker ausmacht.
o Ein Imker darf kein Nervenbündel sein, die Unruhe überträgt sich auf seine Bienen. Er muss den Mut besitzen, bei einem Stich nicht alles fallen zu lassen und davonzurennen.
o Mancher Mensch hat wenige Eignung zur Imkerei, denn diese erfordert viel und häufig auch schwere Arbeit.
o In die Imkerei hat die Technik noch wenig Einzug gehalten. Nahezu alles ist Handarbeit und wird es auch bleiben. Die einzigen Maschinen gibt es bei der Honiggewinnung und -Verarbeitung bis hin zum Verkauf.
o Andererseits kann jeder die Imkerei ausüben, der glaubt, die notwenigen Voraussetzungen zu besitzen. Ob Mann, Frau, jung oder alt, ist nicht von großer Bedeutung. Es gibt viele Frauen als gute Imkerinnen und auch Männer als weniger gute Imker. Auch mehr oder weniger Körperkraft hat nur Einfluss auf die Anzahl der Völker und die Art der Betriebsweise.
o Interessenten, die zuerst fragen: "Was schaut heraus?", sollten sich ein anderes Hobby suchen. Bei allem Bestreben um Wirtschaftlichkeit bleibt die Imkerei für meisten Imker eben nur Hobby, als Freizeitgestaltung - mit dem "Nebeneffekt" des Dienstes an der Natur!

Wie werde ich Imker?

o Ohne eine grundlegende Ausbildung geht es nicht. Die Imkerei kann nicht wie eine beliebi- ge Tätigkeit, die einen Erfolg bringen soll, begonnen werden. Ein Imker muss viel lernen und lernt nie aus.
o Heute ist der Weg zur Ausbildung einfach. Er führt über einen Anfängerkurs an Lehrbienen ständen von Fachberatern und Fachwarten bis hin zur LWG, (Landesanstalt für Wein- und Gartenbau), Fachabteilung Bienen, in Veitshöchheim. So erwirbt man die Grundkenntnisse.
o Dem Anfängerkurs sollten ein Kurs für Fortgeschrittene und verschiedene Spezialkurse folgen.
o Der Imker braucht eine Organisation, die seine Interessen vertritt. Es ist daher unerlässlich, einem öffentlichen Bienenzuchtverein beizutreten. Die Mitgliedsbeiträge sind gering, und der Versicherungsschutz ist mit eingeschlossen. In den Monatsversammlungen erfolgt laufend die Aufklärung der Imker durch Fachwarte, Vorstände und ältere, erfahrene Imker.
o Was in den Kursen gelernt wird, das sollte durch die Lektüre guter Fachbücher vertieft wer-den. Ohne Theorie geht es nicht. Selbstverständlich sind die Bienenzeitungen ein unentbehrlicher Ratgeber. Mit diesem Grundwissen kann man den Start in die Imkerei wagen.

Wie sollte man beginnen?

o Drei bis vier Völker sollten es fürs erste sein.
o Man braucht neben einigen Kleingeräten in erster Linie die Bienen und selbstverständlich auch die Kästen, um die Bienen unterzubringen. Dringen ist vom Kauf alter Beuten (Kästen), denn zumeist gestatten billig erworbenen Beuten keine rationelle Betriebsweise, und häufig bergen sie auch die Gefahr in sich, Seuchen schon bei Beginn einzuschleppen. So sollte der Start nur mit neuen Beuten beginnen.
o Anfänger und Imker brauchen moderne Be triebsmittel, in erster Linie die Beuten. Wer handwerkliches Geschick besitzt, spart viel Geld, wenn er die Beuten selbst anfertigt. Das ist aber eine sehr genaue Arbeit.

Wie kommt man zu den ersten Bienen?

o Der beste Weg, Bienen zu erwerben, ist der von Kunstschwärmen mit jungen Königinnen von bekannten Imkern.
o Auch auf dem jährlichen Bienenmarkt der BIV (Bayerische Imkervereinigung e.V. Fürth) bietet man Jungimkern die Möglichkeit. Der Kauf sollte am besten in den Monaten Mai, Juni und Juli erfolgen, weil dann die günstigste Entwicklung gewährleistet ist.
o Jedenfalls soll sich der Anfänger beim Erwerb von neuen Völkern und Beuten vom Ortsverein, oder von einem seiner Mitglieder, beraten lassen.

 

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