Behandlungskonzept für Varroenbekämpfung mit Oxalsäure

 

Oxalsäure zum Träufeln endlich zugelassen

Am 26.10.2006 wurde die Standardzulassung für Oxalsäure (Applikationsform Träufeln) als Tierarzneimittel zur Bekämpfung der Varroose im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist damit ab sofort gültig.

Die Varroabekämpfung mit dem Sprühverfahren oder der Verdampfungsmethode wird derzeit nicht geduldet. Hier gibt es noch erhebliche Bedenken wegen der Gesundheitsgefährdung der Anwender.

 

Oxalsäuredihydrat - Lösung 3,5 % ad us. vet.

Zusammensetzung:

für 500 ml gebrauchsfertige Lösung werden benötigt:

Oxalsäuredihydrat (HAB) 17,5 g
Zucker 300,15g
Wasser 300,15
Diese Mischung ergibt ein Endvolumen von 500 ml

Herstellung:

Das Oxalsäuredihydrat wird in der entsprechenden Menge warmem Wasser (30 - 35 ° C) gelöst. Die Lösung wird in einen verschließbaren Behälter gefüllt und der Anteil Zucker hinzugegeben. Danach wird der Behälter gut verschlossen und kräftig geschüttelt bis alles Pulver aufgelöst ist.

Anwendung:

Die Behandlung mit Oxalsäure erfolgt einmalig in der brutfreien Zeit im Spätherbst. Die Außentemperatur sollte beim Träufeln über 3 °C betragen. Niemals anwenden während der Tracht!
Beim Arbeiten mit Oxalsäure immer säurefeste Handschuhe und Schutzbrille tragen! Je nach Volksstärke wird die gebrauchsfertige Oxalsäuredihydrat-Lösung mit Hilfe eines Dosiergerätes (z. B. Einwegspritze) in die bienenbesetzten Wabengassen geträufelt.

Die Dosierung liegt bei 5-6 ml pro Wabengasse; dies entspricht:

30 ml für ein kleines Volk (weniger als eine Zarge)
40 ml für ein mittleres Volk (eine Zarge)
50 ml für ein starkes Volk (mehr als eine Zarge)

Der Milbenfall hält drei Wochen an.

Vorsicht: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist stark ätzend! Darf nicht in Kinderhände gelangen!

Link zum Gesetzblatt http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl106s2287.pdf"

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